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Schwierige Fragen - Teil 1

Hier wird's ernst. Denn in diesen Beiträgen werde ich Fragen stellen und beantworten. Für mich, als jemand der im christlichen Glauben groß geworden ist (wenn auch nicht durch meine Eltern), waren das enorm wichtige Fragen. Und die Antworten waren für mich die wichtigsten meines Lebens.

Zuerst die frühen Fragen, die ich noch im Rahmen des Christentums beantworten konnte.

Frage: Was hat es auf sich mit Adam und Eva und der Evolution?

Meine Antwort als Christ: Es ist symbolisch gemeint. (eine sehr beliebte Ausweichantwort von heutigen Christen.) Gott hat Adam und Eva nicht als erste Menschen erschaffen. Es gab schon andere Menschen (sonst hätten Adam und Eva sich ja schlecht fortpflanzen können). Nur, sie waren die ersten Menschen mit einer Seele. Die anderen Menschen waren halt einfach nur irgendwelche Wilde oder so.

Frage: Warum gibt es Leid, wenn Gott uns Menschen liebt?

Meine Antwort als Christ: Die Bibel und der christliche Glaube besagen, dass diese Welt erstens vom Teufel regiert wird und zweitens nur eine Vorwelt zum Himmel ist.
Leben, Tod, Leiden. All das hat nur insofern eine Bedeutung, als dass... Hm, ich weiß gar nicht. Es hat nicht wirklich eine Bedeutung. Paulus schreibt, dass es sowieso keinen Menschen gibt, der Gottes Ansprüchen gerecht wird. Man kommt in den Himmel durch die Gnade und Liebe Gottes. Nicht durch eigene Taten.
Anderswo steht in der Bibel, dass der Mensch durch Leiden gereinigt wird. Vielleicht ist das alles einfach nötig, damit man im Himmel ohne Sünde, Leid und Tod leben kann?

Frage: Wer kommt in den Himmel und wie verdient man es sich?

Meine Antwort als Christ: Das weiß nur Gott und es wird nicht danach entschieden wer was tut. Wie Paulus schrieb, ist es allein der Güte Gottes zu verdanken, dass Menschen errettet werden können. Denn verdient hat es niemand.


Diese Fragen (und einige andere) konnte ich aus meinem Glauben heraus beantworten - mehr oder weniger gut.

Im nächsten Beitrag könnt ihr lesen, welche Fragen mich dazu brachten, meinen Glauben erst in Frage zu stellen und dann aufzugeben. Und in diesem Licht werde ich dann auch die oben gestellten Fragen erneut beantworten. Aber dann nicht mehr aus Sicht eines Christen.

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